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Veilchenastrild (Uraeginthus ianthinogaster), auch Veilchenbauchastrild
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Bilder: H.Kurt und Roy (Blacky)
1. Erscheinungsbild
Der Veilchenastrild erreicht eine Größe von gut 13cm und gehört damit zu den größeren Prachtfinken. Hahn und Henne sind gut zu unterscheiden. Der Hahn hat eine violette Färbung auf der Unterseite des Gefieders. Um die Augen herum, der Bauch, der Bürzel und der obere Teil der Kehle haben ebenfalls diese Farbe, nach der der Vogel benannt ist. Das restliche Gefieder ist eine Mischung aus rostbraun und braun. Auffällig ist der rote Schnabel und der rote Augenring. Die Henne ist insgesamt weniger gefärbt. Der Schwanz ist blau, der Augenring ist hell, eher weiß. Das Gefieder ist bräunlich.
2. Verbreitung und Lebensraum
Diese Prachtfinkenart ist in Ostafrika beheimatet und kommt dort in Äthiopien, Uganda, Somalia, Kenia und im Sudan vor. Diese Art gilt als nicht gefährdet. Er lebt dort in lichten Wäldern und Dornbuschsavannen. Sie leben entweder im kleinen Schwarm oder als Familienverband und sind sehr scheu.
3. Haltung und Fütterung Die Nahrung besteht aus kleinen Insekten, vorzugsweise Termiten, Grassamen, Knospen und andere diverse Sämereien.
4. Zucht / Zuchtbericht
Der Hahn zeigt die sog. Halmbalz. Das Nest wird überwiegend in Büschen gebaut. Es ist kugelig und hat seitlich den Eingang. Beide Altvögel bauen am Nest, wobei noch gebaut wird, wenn das Gelege schon vorhanden ist. Außen werden als Nistmaterial Halme, Gräser benutzt, innen wird es dicht und weich mit vielen Federn ausgepolstert. Das Weibchen legt durchschnittlich 4 Eier, die von beiden Eltern bebrütet werden. Nach 12 - 14 Tagen schlüpfen die Küken, die noch bis zu drei Wochen im Nest bleiben. Weitere zwei Wochen nach dem Ausfliegen werden die Jungvögel von beiden Eltern gefüttert, bis sie dann selbständig sind.
Sonstiges: Die Nester der Veilchenastrilden werden von der Strohwitwe als Brutparasit benutzt: sie legt ein Ei in das Nest der Veilchenastrilde, das dann von den Veilchenastrilden mit ausgebrütet wird. Das Küken der Strohwitwe wird von den „Stiefeltern" mit großgezogen.
Autor: Finkenfreundin |
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