Grauastrild, Prachtfinken-Lexikon

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Grauastrild ( Estrilda troglodytes), auch grauer Astrild genannt




Bilder: UweH




1. Erscheinungsbild


Mit einer Größe von 10cm gehören die grauen Astrilde zu den kleineren Prachtfinken.
Hahn und Henne ähneln sich sehr. Der Schnabel und der Zügel, der quer über das Auge verläuft und im Nacken endet,
sind leuchtend rot. Brut, Kopf und Nacken sind silbergrau, wobei beim Hahn ein verwaschener Rotton auf der Brust ist.
Die Kehle ist weiß.


2. Verbreitung und Lebensraum


Dieser Astrild gehört zu den afrikanischen Prachtfinken und kommt in Senegal, Gambia und Äthiopien vor.
Sie leben dort in Steppengebieten und Grasland, das mit dichten Büschen bewachsen ist, meist in kleinen Schwärmen.


3. Haltung und Fütterung


Dieser Astrild ernährt sich von Samen und Grassamen und kleinen Insekten.


4.Zucht / Zuchtbericht
Der Hahn übt die Halmbalz aus, das heißt, er nimmt einen Halm in den Schnabel und tanzt vor dem Weibchen,
indem er sich auf und ab bewegt. Bei dieser Art macht auch das Weibchen die Halmbalz, singt dabei aber nicht.
Das Nest wird kugelig gebaut. Als Besonderheit wird oben auf dem Nest noch ein sogenanntes „Hahnennest" gebaut.
Ein Hahnennest wird oft von Vögeln gebaut, die andere Vögel als Brutparasiten haben. Es soll diese Vögel in die Irre führen. Der Brutparasit der grauen Astrilde ist die Dominikanerwitwe, die in die Nester von Grauastrilden jeweils ein Ei legt. Das Küken schlüpft dann mit den Jungen der Grauastrilden und wird neben ihnen groß.
Die Nester werden meist am Boden und in niedrigen Büschen gebaut. Als Material dienen Federn, Gräser, Halme.
Das Gelege besteht aus bis zu 5 Eiern, die bis zu 14 Tage von beiden Eltern bebrütet werden. Nach 3 Wochen fliegen die Jungvögel aus, werden aber noch bis zur Selbständigkeit drei Wochen von den Eltern weiter versorgt.


Autor: Finkenfreundin



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